Selbsthilfegruppe – Philosophie

Was ist die Philosophie der EnMoms-Gruppe?

Ich möchte mit dieser Gruppe Müttern die Möglichkeit geben, sich in einem geschützten, wertschätzenden Rahmen über ihr „leeres Nest“ auszutauschen und die Möglichkeit geben, den kreativen Umgang mit dem Empty Nest zu erlernen.
Das Mütterbild hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Als die heutigen EnMoms eine Familie gründeten, war es für Frauen durchaus normal, sich einen längere Zeit für Kinder und Familie und gegen eine eigene Karriere zu entscheiden. Heutzutage gilt dies als antiquiert. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist ein wichtiger Faktor für die Familiengründung geworden. Viele EnMoms empfinden es, als würde das Muttersein in der heutigen Gesellschaft nur noch eine Nebenrolle spielen. In diesem neuen Klima fällt es schwer darüber zu sprechen, welche Bereicherung Kinder für das eigene Leben sind, ohne sich dabei für den eigenen Lebensentwurf verteidigen zu müssen.
Auch als viele von ihnen Schwierigkeiten in den Start als Mutter erlebt haben, haben sich Mütter zusammengetan, um von und miteinander zu lernen. Warum also nicht auch in dieser Phase des Mutterseins?

Warum gerade jetzt?

Den Gedanken eine Selbsthilfegruppe für EnMoms ins Leben zu rufen, hatte ich in den letzten Jahren häufig. Beispielsweise wenn Frauen in meine Praxis kamen, weil sie keinen Antrieb mehr hatten und nicht so recht wussten: waren das jetzt die Wechseljahre oder eine Depression? Ich frage in solchen Fällen immer nach der Familiensituation und meistens saß mir einfach eine „verlassene Mama“ gegenüber – eine EnMom. Der gefühlte Verlust des Kindes wurde allerdings von der Umwelt der Frauen nicht als solcher wahrgenommen. Viel mehr stießen sie auf Unverständnis.
Vor kurzem teilte ich den Gedanken an eine EnMoms-Gruppe mit Elisabeth Kranz vom „Eulalia Eigensinn“, die mich bestärkte und ermutigte diese einzigartige Gruppe ins Leben zu rufen. Mit ihrer Unterstützung biete ich nun seit März 2013 die erste Selbsthilfegruppe für EnMoms in Deutschland an.

Was passiert in der Gruppe?

Ich möchte den Müttern die Möglichkeit geben sich rund um dieses Thema zu informieren und auszutauschen. Ich möchte dem Thema mit Kreativität, Humor und Lebensfreude begegnen. Daher werde ich, je nach Gesprächsbedarf, auch unterschiedliche Themenblöcke anbieten. Diese könnten sein:
- Ist das Empty Nest Syndrom wirklich eine Krankheit?
- Wie gehe ich mit Krisen um?
- Was bedeutet diese Phase für meine Partnerschaft/Ehe?
- Von der aktiven zur passiven Mutterschaft
Die Bedürfnisse der Gruppe sind dabei immer die Grundlage meiner Angebote. Im Mittelpunkt stehen hier die Mütter.